Cover des Jahres 2016: Der Spiegel gewinnt mit Feuerball Trump

Mit dem von Edel Rodriguez illustrierten Cover zur Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten holt der Spiegel Nummer 46 den Titel Cover des Jahres 2016. Die Jury lobt die prägnante Aussage, die Illustration mit künstlerischem Anspruch, den Mut und die Kreativität der Cover-Gestaltung.

Das sagt die Jury zum Cover des Jahres 2016:

Mieke Haase, Kreativgeschäftsführerin der Agentur loved: "Einsame Spitze, das einzige Cover mit Relevanz und künstlerischem Anspruch."

Christian Claus, Geschäftsführer der Digitalagenturgruppe PIA Performance Interactive Alliance: "Fantastische Umsetzung des wahrscheinlich überraschendsten und bedeutendsten Ereignisses des Jahres 2016. Das Cover transportiert in einem Sekundenbruchteil sowohl die Dimension als auch die potenzielle Gefahr von Trump auf unsere bestehende Weltordnung."

Alexander Reiss, Executive Creative Director bei Saatchi & Saatchi Germany: "Reduzierte Gestaltung, prägnante Aussage und Top-Illustration. Alles richtig gemacht!"

Jan Kruse, Geschäftsführer Ligalux: "Apokalyptisch und auf den Punkt! Leider gut."

Thomas Elmenhorst, Art Director A&W Architektur und Wohnen: "Besser geht's nicht. Das Thema Trump perfekt umgesetzt. Ein Cover, das vielleicht in 20, 50 oder 100 Jahren noch hervorgeholt wird."

Dominik Schütte, Geschäftsleiter Serviceplan Content: "Hommage an die Time-Coverreihe, die mehrfach den Meltdown Trumps verkündete. Timing ist halt alles. Und einen Ohrwurm kriegt man gratis dazu."

Elmar Mathews, Geschäftsführer der PGM Presse-Grosso Marketing: "Mit diesem Cover gibt der Spiegel einen düsteren Ausblick auf die internationalen Machtverhältnisse und die möglichen Auswirkungen von Donald Trumps Wahl zum Präsidenten der USA. Das Thema wird uns wohl oder übel noch die kommenden vier Jahre begleiten. Daher Platz 1 von mir."

Marie-Christine Dreyfus, Geschäftsführerin Vision Media und Madame Verlag: "Der apokalyptische Supergau – Ausweichen nicht möglich! Erschreckend treffende Illustration der aktuellen Weltlage – besser geht's nicht..."

Johannes Krempl, Geschäftsführer glow communication: "Drei Tage vor der feierlichen Amtseinführung* ist dies mein Lieblingscover. Es bringt das nahende Armageddon treffend auf den Punkt. Der große Trumpel trifft auf die globale Politik. Die Vorbeben der letzten Tage auf Twitter lassen das Cover in seiner Drastik noch subtil erscheinen ... Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika und den Globus."

(*Das Voting zum Cover des Jahres fand vom 16. bis 22. Januar 2017 statt.)

Johanna Gertrud Schäfer, Geschäftsführerin Stella Distribution: "Das Thema einzigartig in Szene gesetzt. Hier gibt es nichts misszuverstehen."

Hanna Kamprath, Creative Director Social Media bei MEC: "Ein Cover mit einschlagendem Erfolg!"

Pit Kho, Executive Creative Director bei Cheil: "The attack from outer trump. Das Ende der Welt oder ein Neuanfang von unbekanntem Ausmaß, den wir zumindest lebend erleben werden. Sehr einschlagendes, sehr mutiges, sehr kreatives Cover als sehr gute Benchmark für das laufende Jahr."

Anja Steinig, Creative Director bei Studio F, Berlin, und Fachbereichsvorstand Editorial beim ADC: "Die Metapher zeigt unsere Ängste perfekt. Und jetzt ist er eingeschlagen. Mal sehen..."

Elke Klinkhammer, Chief Creative Officer der McCann Worldgroup Deutschland: "Der Komet Donald Trump rast auf die Erde zu und droht, sie zu verschlingen. Bedrohlich, bedenklich, pointiert."

 

Nummer 2 – agora42 4/2016. Die Jury urteilt so:

Christian Scholz, CEO Initiative Media: "Appetitlich ist anders! Wie wir uns selbst sprichwörtlich ins Fleisch schneiden, führt das Cover sinnbildlich vor Augen."

Pit Kho, Executive Creative Director bei Cheil: "Der Überraschungstitel, bei dem man sich den Hals lang macht. So überraschend, so ästhetisch, so verquer mehrdeutig mit der Headline und so gut als Hingucker."

Lars Wohlnick, Executive Creative Director bei Heimat: "Es sollte viel mehr Wurst auf Magazin-Cover gelegt werden. Ziemlich prima!"

Lars Kreyenhagen, Geschäftsführer Karl Anders: "Hoffentlich nicht nur ein One Hit Wonder. Aber sei´s drum, geiles Ding. Glückwunsch, Bronze!"

Karl Wolfgang Epple, Creative Director bei thjnk: "Wie kann ein Cover gleichzeitig an die Scheibe Extrawurst erinnern, die wir als Kind immer vom Metzger bekommen haben, und daran, wie widerlich eben so eine Scheibe Wurst ist? Dieses Cover kann. Und genau darum geht's: Was ist Fleisch, warum essen wir es und was soll das hier eigentlich alles? Ein brillantes Cover!"

 

Nummer 3 – brand eins 2/2016. Die Jury urteilt so:

Christian Claus, Geschäftsführer der Digitalagenturgruppe PIA Performance Interactive Alliance: "Eine neue Anordnung sowie ein Wechsel der Perspektive – und schon erscheinen vertraute Dinge völlig anders. So "einfach" ist ein gutes Cover, das ohne Umwege auf den Punkt kommt."

Christian Scholz, CEO Initiative Media: "Auf den ersten Blick: Plakativ und einfach. Dennoch: 2x Hingucken lohnt sich. Der andere Blickwinkel ist richtungsweisend."

Elmar Mathews, Geschäftsführer der PGM Presse-Grosso Marketing: "Typisch brand eins: Kurz, knackig, minimalistisch, plakativ, mehrdeutig, gut!"

Marie-Christine Dreyfus, Geschäftsführerin Vision Media und Madame Verlag: "Ein Bild sagt mehr tausend als Worte – ein Bild aus Worten noch mehr... Tolle Arbeit!"

Johanna Gertrud Schäfer, Geschäftsführerin Stella Distribution: "Einfach, klar und trotzdem schön."

Hanna Kamprath, Creative Director Social Media bei MEC: "Simpel, klar und deutlich – Typografie, die wirkt!"

Elke Klinkhammer, Chief Creative Officer der McCann Worldgroup Deutschland: "Denken wir die Sache andersherum und ändern wir die Perspektive, das kann der Karrierekick sein. Einfache typografische Visualisierung, die alles sagt."

 

Auch die anderen neun Cover, die auf der Shortlist zur Wahl zum Cover des Jahres 2016 standen, wurden von der Jury bewertet:

Cicero April 2016

Mathias Glatter, COO Initiative Media: "Der symmetrische Bildaufbau fokussiert die Merkel-Raute perfekt. Der Gegensatz zwischen Szenerie und Titel bringt einen zum Nachdenken."

Johanna Gertrud Schäfer, Geschäftsführerin Stella Distribution: "Das Spiel mit Wort und Bild ist hier sehr gelungen."

Lars Kreyenhagen, Geschäftsführer Karl Anders: "Ein verdienter zweiter Platz. Gerade auch aufs gesamte Jahr betrachtet. Cicero besticht immer wieder mit einem guten Händchen für Themen und Inszenierung. Bin ein großer Fan und bin sehr gespannt wie es 2017 weiter geht."

 

11Freunde #177

Mathias Glatter, COO Initiative Media: "Rätselhaft sind nicht nur die legendären Stories der Drei Fragezeichen, sondern auch die Geschehnisse in der Bundesliga. Ein meisterhaft spielerischer Umgang mit der Thematik."

Johannes Krempl, Geschäftsführer glow communication: "Aus den 5 nun 11 Freunde zu machen, gehört zu den schlauesten Ideen, die ich dieses Jahr auf einem Cover gesehen habe. So rettet man sich kurzweilig über die Sommerpause und hält die Spannung aufrecht."

Heike Godovsky, Group Head Print bei ZenithOptimedia: "Kritischer Blick auf die Bundesliga, wo entwickelt sie sich hin."

Hanna Kamprath, Creative Director Social Media bei MEC: "Justus, Peter und Bob wären begeistert!"

Der Spiegel 3/2016

Mathias Glatter, COO Initiative Media: "Ein Wortspiel, das die Problematik hervorragend verdeutlicht. Die bildhafte Darstellung der zu hinterfragenden Realität ist anschaulich und einleuchtend."

 

Dummy #50 Idioten

Mieke Haase, Kreativgeschäftsführerin der Agentur loved: "Mutig und witzig."

Alexander Reiss, Executive Creative Director bei Saatchi & Saatchi Germany: "Nach wie vor mein Lieblingscover."

Jan Kruse, Geschäftsführer Ligalux: "Ein wahnsinniger Titel. Erstaunlich, dass Lachen und Erschaudern so nah beieinander liegen."

Christian Scholz, CEO Initiative Media: "Unmissverständlich und 'idiotensicher'. Ein humorvolles Cover, das einen zum Schmunzeln bringt."

Elmar Mathews, Geschäftsführer PGM Presse-Grosso Marketing: "Das Bild könnte aus 'James Bond jagt Dr. No.' stammen, ist aber leider Realität. Dieses verstörende Spiel aus Pop-Art-Anmutung und Brutalität lässt den Betrachter nicht los."

Lars Wohlnick, Executive Creative Director bei Heimat: "Auf den Punkt gebracht. Idioten und die Idioten, die ihnen den Rücken freihalten."

Claudia Fischer-Appelt, Geschäftsführerin Karl Anders: "Dieses Foto ist einfach der Hammer, insbesondere das Detail mit der Zigarette. Zusammen mit der exzellenten Typographie ist der Titel einfach perfekt komponiert."

Anja Steinig, Creative Director bei Studio F, Berlin, und Fachbereichsvorstand Editorial beim ADC: "Großes Bild. Es sagt alles! Die typografische Umsetzung ist ebenfalls hervorragend!"

 

brand eins 12/2016

Alexander Reiss, Executive Creative Director bei Saatchi & Saatchi Germany: "Andersartig. Großartig!"

Thomas Elmenhorst, Art Director A&W Architektur und Wohnen: "Viele wunderbare brand eins-Titel dieses Jahr. Aber dieser ist wohl der stärkste."

Heike Godovsky, Group Head Print bei ZenithOptimedia: "Individualität vor Gleichmacherei."

Lars Wohlnick, Executive Creative Director bei Heimat: "Einfach sehr geschmackvoll hergezeigt."

 

brand eins 10/2016

Jan Kruse, Geschäftsführer Ligalux: "Erwin Wurm lässt grüßen. Großartig!"

Johannes Krempl, Geschäftsführer glow communication: "Dieser Titel macht alles falsch, was man bei der Titelgestaltung falsch machen kann: Kein Model, keine Veredlung, keine Promis. Nur ein kindischer Reim. Genial."

Christian Claus, Geschäftsführer der Digitalagenturgruppe PIA Performance Interactive Alliance: "Dem Cover gelingt es auf beeindruckende Weise, mit einem Begriff ein Thema und seine Dringlichkeit zu transportieren – und im Kopf des Betrachters sofort Bilder entstehen zu lassen, ohne tatsächlich welche zu zeigen."

Claudia Fischer-Appelt, Geschäftsführerin Karl Anders: "Dieser Titel besticht einfach durch seine geniale Einfachheit und Plakativität. Mit dem Klang des Martinhorns ist man dramatisch schnell drin im Thema. Brillant."

Lars Kreyenhagen, Geschäftsführer Karl Anders: "Ich kann mich schon privat kaum zwischen Gesundheit (10/16) und Lust (08/16) entscheiden, wie soll das beim Cover des Jahres gehen? Eigentlich gehören der brand eins alle Plätze auf dem Podest. Immer wieder herausragend. Auf den Punkt. Am Puls der Zeit. Mindestens. Glückwunsch für eine großartige Leistung!

Karl Wolfgang Epple, Creative Director bei thjnk: "Lange vor der Jupitersinfonie hat man mich im Kinderchor gelehrt, dass "Tatü-Tata" eine Quarte ist. Und wenn man das erst mal weiß, vergisst man's nicht mehr. Toll, dass dieses simple Cover nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr anspricht. Sinnlich!"

 

11Freunde #175

Thomas Elmenhorst, Art Director A&W Architektur und Wohnen: "Das tollste Foto des Jahres. Schöne Typo. Einfach sehr, sehr gut!"

Anja Steinig, Creative Director bei Studio F, Berlin, und Fachbereichsvorstand Editorial beim ADC: "Einfach klasse! Zur EM kein Fußallspieler auf dem Cover! Wie erholsam..."

 

brand eins 8/2016

Dominik Schütte, Geschäftsleiter Serviceplan Content: "Schreit Lust, macht Lust, zeigt Lust. Und das maximal reduziert."

Heike Godovsky, Group Head Print bei ZenithOptimedia: "Klare und einfache Kommunikation."

Pit Kho, Executive Creative Director bei Cheil: "Eis am Stiel = höchstmögliche Reduktion mit Stil. Im internen In-Fight knapp vor dem brand eins-Cover 02/2016 weil emotionaler, erzählerischer, treffender."

Elke Klinkhammer, Chief Creative Officer der McCann Worldgroup Deutschland: "Trotz seiner Einfachheit schafft es brand eins mit dem roten Eis am Stiel im heißen August nicht nur Lust auf den Inhalt des Heftes zu machen."

 

NoSports #1

Dominik Schütte, Geschäftsleiter Serviceplan Content: "Bild, Typo, Thema – alles Bum!"

Marie-Christine Dreyfus, Geschäftsführerin Vision Media und Madame Verlag: "Cover meets Poster – perfektes Beispiel für eine plakative Umsetzung mit starkem Motiv und einer Top-Headline."

Claudia Fischer-Appelt, Geschäftsführerin Karl Anders: "Mich beeindruckt vor allem die Dimensionalität des Titels durch die Verknüpfung der bolden Typographie mit dem Foto. Der Spruch, die Farben: fantastisch fresh!"

Mieke Haase, Kreativgeschäftsführerin der Agentur loved: "Witzig."

Karl Wolfgang Epple, Creative Director bei thjnk: "Was prägte die frühen 90er mehr als 'Bum Bum', das rote Zuckereis mit Kaugummistiel? Richtig, sein Namensgeber. Denn es war Bum Bum Boris, der Theo Schöller mit seinem legendären Wimbledon-Sieg zu dem Tennisschläger-förmigen Eis inspirierte. 2016 hat Becker nichts von seiner Magie verloren. Als Trainer ist er ebenso erfolgreich wie als Spieler. No Sports feiert das in all seiner Herrlichkeit. Toll!"

 

Sonstige Bemerkungen

Mieke Haase, Kreativgeschäftsführerin der Agentur loved: "Der Spiegel liegt so weit vorne, dass es für die anderen eigentlich  keine Plätze geben dürfte."

(mm) 27.01.2017