Cover des Jahres 2017: 'brand eins' gewinnt mit "Der Plan war scheiße."

 

 

 

1. Platz

brand eins – 10/2017

Jens Hungermann, Chefredakteur beim Magazin Pressesprecher: "Ein ebenso witziges wie tiefgründiges Cover zum Thema Strategie. Kennen wir nicht alle diese Wirren, wenn ein Plan umgesetzt werden soll?"

Jörg Waschescio, Creative Director bei Scholz & Friends Berlin: "Headline toll. Bild toll. Cover toll."

Miran Bilic, Senior Product Manager bei HarperCollins Germany: "Meine Nr. 3 stellvertretend für viele tolle brandeins Cover im Jahr 2017. Dieser Plan war nicht schei... – der Plan war super – Qualität zahlt sich aus und setzt sich durch."

Martin Ruppmann, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbands: "Genauso ist es ... natürlich nicht jeden Tag ... aber gefühlt immer noch zu oft!"

Uwe Marquardt, Executive Creative Director bei Y&R Germany: "Schöne Idee, einfach und ohne Schnickschnack in Szene gesetzt."

Günter Lewald, geschäftsführender Gesellschafter von B+D Communications und Sprecher der B+D Agenturgruppe: "Bei dem Cover stimmt einfach alles. Mein Nerv ist voll getroffen, Bildidee und Text bilden eine fast schon brachiale, extrem aufmerksamkeitsstarke Wirkungseinheit. Denn immer wieder scheitern gute Ideen in der Umsetzung an der Vorstellung, man müsse alles bis ins Detail planen. So entsteht Komplexität, die kein Mensch braucht. Und auch nicht beherrschen kann. Aber vielleicht bietet das Heft da Antworten. Also, nix wir ran an die Lektüre."

Jörn Illing, Director Strategy bei Initiative Media: "Oder genial? Gut, dass es Pläne gibt. Nur wer den Kopf frei hat, kann Neues entdecken."

Beate Rybarz, Group Head Print bei Zenith Media: "Weniger ist mehr – das Cover fällt durch seine minimalistische Darstellung auf und zeigt doch um was es in der Ausgabe geht. Ein Schmunzeln wird sich da kaum einer verkneifen können und wohl darauf hoffen im Heft Anleitung zum Bessermachen zu erhalten."

Nadia Schliephake, General Manager concept&creation bei YeS Ideas: "Scheiße auf dem Cover??? Oh Gott! Aber oh, so wahr manchmal. Man muss sich nur trauen, es auszusprechen."

Claudia Bußjaeger, freie Art Buyerin: "Wirkliche Größe ist zuzugeben, wenn etwas nicht klappt. Leider passiert das viel zu selten."

Boris Schmarbeck, Geschäftsführer Kreation bei Freunde des Hauses: "Mein Highlight des Jahres. Einfach, plakativ und ne geile Zeile. Manchmal sind Pläne halt scheiße. Und manchmal merkt man es sehr schnell."

 

 

2. Platz

Der Spiegel – 34/2017

Miran Bilic, Senior Product Manager bei HarperCollins Germany: "Kaum ein Thema hat die Nachrichtenwelt so beschäftig wie Donald Trump. Angry White Man ganz stark auf den Punkt gebracht und deshalb meine Nr. 1 des Jahres."

Uwe Marquardt, Executive Creative Director bei Y&R Germany: "Der amerikanische Präsident. Immer wieder gut für eine gute Idee."

Match Herceg, Executive Creative Director von fischerAppelt,: "Spannende visuelle Umsetzung, die die Botschaft auf den Punkt bringt."

Claudia Bußjaeger, freie Art Buyerin: "Dieses Cover hat ein Gesicht gezeigt, ohne ein Gesicht zu zeigen. Großartige Lösung. Denn eigentlich wollen wir Donald Trump gar nicht mehr sehen."

Eva Maria Pankalla, Leitung Kreation bei Bauer Brand Management: "Pöbelei, Rassismus, der Verlust jeglicher über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte, hart erarbeiteter politischer Umgangsformen – all das transportiert das 'Spiegel'-Cover erschreckend gut. Auch ohne Worte wäre hier alles gesagt."

 

 

3. Platz

Der Spiegel – 6/2017

Ralf Zilligen, Executive Creative Director von McCann: "Wenn sich auch die Brutalität dieses Covers bislang nicht erfüllt hat – sein Symbolcharakter und ist ungebrochen. Und damit seine Kraft."

Jörg Waschescio, Creative Director bei Scholz & Friends Berlin: "Die Idee war sehr gut. Am Stil von Edel Rodriguez habe ich mich aber (und das auch schon zu diesem Zeitpunk) satt gesehen – trotzdem ohne Frage das Cover des Jahres, was am meisten Aufmerksamkeit erzeugt hat. In einer anderen Illustrationssprache wäre es sicher mein Platz 1, so bleibt bei mir leider der Eindruck hängen, dass man sich in der Cover Redaktion etwas Bewährtes eingekauft hat – die Eigenständigkeit fehlt mir hier."

Andrea Biebl, Geschäftsführerin von MW Office: "Cover ist heute noch genauso aktuell wie im Juni: das Ergebnis von 1 Jahr Trump auf den Punkt gebracht."

Jörn Welle, Executive Creative Director bei Cheil Germany: "Das Jahr hatte kaum begonnen, und schon hatte es sein Cover des Jahres. Kontrovers. Grenzwertig. Alarmistisch. Und leider auf den Punkt. Denn kein Titelbild hat die allgemeine und anhaltende Gemütslage eines großen Teils des globalen linksliberalen Bürgertums inhaltlich wie visuell so verdichtet wie diese Illustration von Edel Rodriguez."

Beate Rybarz, Group Head Print bei Zenith Media: "Eigentlich bräuchte es bei diesem Cover gar keine Story mehr zu geben – es ist alles gesagt und  bedarf kaum einer Erklärung. Ein Bild, das die mulmigen Gefühle der Leser zu Trumps Präsidentschaft gut darstellt."

Günter Lewald, geschäftsführender Gesellschafter von B+D Communications und Sprecher der B+D Agenturgruppe: "Zugegeben, die Aussage des Covers ist platt, und es ist graphisch auch nicht so ansprechend wie die Zipfelmütze des Ku-Klux-Clan. Aber sie stimmt zu 100 Prozent und macht sehr schnell klar, dass Trumps "America first" vor allem den Amerikanern selbst schaden wird. Das kann man kaum besser zeigen. Denn weltweit war die Freiheitsstatue für viele Mensche lange Zeit das Symbol der Freiheit schlechthin. Und nun? Lesen!"

 

Auch andere Cover, die es nicht unter die Top 3 des Jahres geschafft haben, wurden von der Jury bewertet:

 

Cicero – Magazin für politische Kultur – April 2017

Jens Hungermann, Chefredakteur beim Magazin Pressesprecher: "Beinahe böse, aber treffend (gerade vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklungen nach der Bundestagswahl) kommt dieser Titel daher."

Günter Lewald, geschäftsführender Gesellschafter von B+D Communications und Sprecher der B+D Agenturgruppe: "Ein Cover, das eine ganze Geschichte erzählt. Und auf einen Blick die Tragikkomödie hinter Aufstieg und Fall des Kanzlerkandidaten Schulz auf den Punkt bringt: Heiße Luft ist eben kein guter Treibstoff, wenn man sich nachhaltig an die Spitze der politischen Agenda setzen will."

Martin Ruppmann, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbands: "Das Cover ist – leider – weiterhin aktuell ... vor allem, wenn man den Worthülsen-/Floskel-Inhalt der GroKo-Parteitagsrede analysiert ..."

Jörn Illing, Director Strategy bei Initiative Media: "Weitblick, der sich jetzt im Rückblick offenbart. Respekt für die visionäre Einschätzung."

Jörn Welle, Executive Creative Director bei Cheil Germany: "Rund fünf Monate vor der Bundestagswahl und acht vor GroKo-Sondierung 2.0 bewies der Cicero geradezu seherische Fähigkeiten – oder vielleicht auch einfach nur ein sehr gutes journalistisches und politisches Gespür. Davon abgesehen konzeptionell, visuell und gestalterisch ein absolut hervorragendes Cover."

 

DER SPIEGEL  – 31/2017

Jens Hungermann, Chefredakteur beim Magazin Pressesprecher: "Lapidar, lustig, auf den Punkt: Jedes einzelne, von Nishant Choksi gestaltete Cover überzeugt."

Andrea Biebl, Geschäftsführerin von MW Office: "Spricht vielen Lesern aus der Seele. Bähm!

Nadia Schliephake, General Manager concept&creation bei YeS Ideas: "War was? Hab ich was verpasst? Ich leg mich wieder hin. Eine Serie schonungslos ehrlicher Karrikaturen über die Lage der Nation – das beste Cover ist dieses."

Jörn Illing, Director Strategy bei Initiative Media: "Schwer pointiert. Bilder dürfen mehr sagen, als tausend Worte."

 

Doppelpunkt – 23/2017

Uwe Marquardt, Executive Creative Director bei Y&R Germany: "Überraschende Disruption zur Weihnachtszeit."

Andrea Biebl, Geschäftsführerin von MW Office: "Auch heute noch aktuell: Schöner kann man Kroko nicht darstellen."

Miran Bilic, Senior Product Manager bei HarperCollins Germany: "So viel Weitsicht ist mir einen sehr guten zweiten Platz wert."

Boris Schmarbeck, Geschäftsführer Kreation bei Freunde des Hauses: "Ach ja, der arme Martin. Viel gescholten. Zu Recht. Die Line zum Motiv is doch der Knaller. Und die Männerhände als Raute und er als "Merkelmöglichmacher" ist toll inszeniert."

Nadia Schliephake, General Manager concept&creation bei YeS Ideas: "Eine inhaltlich wie optisch sehr schöne Photoshoparbeit. Und ein treffender Blick der Schweizer Nachbarn auf die Persönlichkeiten der politischen Hauptdarsteller."

Eva Maria Pankalla, Leitung Kreation bei Bauer Brand Management: "Hier hat die Schweiz die Nase vorn: Das gelungene 'Doppelpunkt'-Cover lässt zwei politische Wettbewerber verschmelzen und hinterlässt einen bizarr-beängstigenden Eye-Catcher, der im Zeitschriftenregal wenig echte Konkurrenz hat."

 

ZEITmagazin MANN – 02/2017

Match Herceg, Executive Creative Director von fischerAppelt: "Den Tuchen so zu stagen ist verdammt mutig. Bis heute weiß ich nicht, wie ernst die das meinen."

Jörg Waschescio, Creative Director bei Scholz & Friends Berlin: "Eine Inszenierung so stilvoll wie Günther Netzer in den 70ern."

Claudia Bußjaeger, freie Art Buyerin: "Ein Mode-Titel, ohne Model. Ein Fußball-Trainer, ohne visuellen Bezug zum Fußball. Tolles Cover des 'ZEITmagazin'."

Boris Schmarbeck, Geschäftsführer Kreation bei Freunde des Hauses: "So jetzt hat's Tuchel tatsächlich auf Platz 2 geschafft. Warum? weil es genial inszeniert ist. Fernab von aller Fußball-Analogien, stylisch im "drogenabhängigen, androgynen Männermodelstyle." Toller Typ, tolles Cover."

 

Bemerkungen:

Miran Bilic, Senior Product Manager bei HarperCollins Germany: "Glückwunsch an alle Teilnehmer. Es war ein spannendes Jahr mit vielen starken Titelbildern. Weiter so!"

(bs) 31.01.2018