Cover des Monats Oktober 2012 - brand eins und die Besserwisser

Dabei sein ist nicht immer alles. Die beiden Newcomer beim Cover des Monats, Eulenspiegel und YPS, konnten sich auf Anhieb unter den Top Five platzieren. Liebling der Jury waren im Oktober auch die Spiegel-Cover, die es mit gleich drei Ausgaben in die Top Ten schafften.

Sieger im Monat Oktober aber ist brand eins 10/2012 mit der Visualisierung des Themas "Besserwisser gesucht". "Die Nerd-Brille bringt das Titelthema auf den Punkt" urteilt Juror Michael Kallinger Chefredakteur Reader's Digest Deutschland.

Das Satiremagazin Eulenspiegel (Illustrator: Arno Funke) begeisterte auf ganzer Linie. "Herrlich inkorrekt", meint Fotograf Bertram Solcher."Geschmacklos, aber prominent und kreativ gelöst", befand Juror Thorsten Schulz, CEO Initiativ Media. Sacha-Sam Zöttl, Geschäftsführer Presse-Grosso-Zöttl, begründete seine Wahl für den Eulenspiegel so: Zwar politisch unkorrekt und respektlos, aber trotzdem komisch – wie ein Satiremagazin eben sein sollte." Zöttl votierte auch für Neon: "Kreative Idee: der freie (unkontrollierte?) Fall durchs Internet, graphisch ansprechend dargestellt, ein Eyecatcher im Regal.".

 

Barbara Friedrich , Chefredakteurin/Editor-in-Chief A&W Architektur&Wohnen, zum viertplatzierten Cicero: "Steinbrück als Sporenreiter und wilder Cowboy (oder Sheriff?) und noch die Andeutung von Abendrot (was ja auch für Dämmerung steht) – symbolisch toll!" und zum Stern 42/2012: "Merkels Handstellung als Herz: super! Gut, dass wenigstens das Handmodel manikürte Fingernägel hat…".

 

Neujuror Michael Köckritz, Chefredakteur ramp und rampstyle, stimmte unter anderen für den Spiegel 41/2012: "Alles klar! Aus der harten Währung wird eine weiche und die Farbe Rot signalisiert den gefährlichen Ernst der Lage. Plakativ, auf den Punkt und mit einem Augenzwinkern gelöst. Wunderbar und typisch Spiegel." Köckritz favorisierte zudem das YPS-Cover 1258 (Art Direktion: Babette Münchenbach): "Auffällig anders, dazu ein Coverschaufenster, das sofort die Erinnerungen weckt und zugleich verspielt ins Heft zieht. Mit einem Uups, da war doch etwas, entdeckt man dieses YPS gerne im Dschungel der Zeitschriftenregale."

 

Lutz Glandt, Mitglied des Bereichsvorstand Brief Deutschland Deutsche Post AG, entschied sich für den Spiegel 42/2012: "Da würde sich Mao im Grab umdrehen – wenn er diesen Titel sehen könnte. Das Titelbild trifft den Widerspruch zwischen politischem Anspruch und wirtschaftlicher Realität auf den Punkt."

 

Peter Klotzki, VDZ-Geschäftsführer Kommunikation, der sich in der Jurierungswoche mit Verve der Publisher's Night und der Publisher's Summit, widmete, warf alles in die Wagschale für 11 Freunde und "Reinhold Beckmann im Wandel der Moderne".